ARBEIT

Seit der Zusammenlegung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe (Hartz-Reform) im Jahr 2005 ist die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten deutlich gesunken. 2015 haben rund acht Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezogen, das sind rund 4,3 Mio Menschen. Doch trotz einer insgesamt erfolgreichen Beschäftigungspolitik gibt es weiterhin eine hohe Sockelarbeitslosigkeit bei Langzeitarbeitslosen.

Daten des IAQ (Institut Arbeit und Qualifikation) zeigen, dass 46,3 Prozent der Hartz IV-Beziehenden länger als vier Jahre im Leistungsbezug sind. Multiple Vermittlungshemmnisse und die vergleichsweise starke Entfremdung vom Arbeitsmarkt erschweren es vielen Personen, den Leistungsbezug zu beenden. Aufgrund fehlender Sprachkenntnisse und formaler Qualifikationen gelingt die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen häufig nur schrittweise und über einen längeren Zeitraum. Als Caritas setzen wir uns daher für Sprachförderung, Investitionen in Bildung sowie die Aufnahmebereitschaft der Wirtschaft ein.

 

Foto: Birgit Betzelt

Fachkräftemangel und Ausbeutung in der Pflege?

Die Caritas engagiert sich stark in der Aus- und Weiterbildung von Pflegefachkräften sowie Pflegehilfskräften. Die Caritas folgt dabei dem Grundsatz, die geeigneten Personen für die jeweilige Aufgabe zu finden. So wird sowohl in hoch qualifizierte Pflegefachkräfte investiert, indem sich die Caritas z.B. auch für ein Studium der Pflege einsetzt, als auch in Ausbildungsmodelle, die Personen ohne entsprechenden Bildungsabschluss Zugang zu einer qualifizierten Pflegeausbildung ermöglicht.

Vor diesem Hintergrund bietet die Caritas selbstverständlich auch geflüchteten Menschen Perspektiven in der Pflege an und begleitet sie individuell bei ihrem Weg zu einer qualifizierten Pflegefachkraft.

Die Caritas setzt sich zudem aktiv gegen die Ausbeutung von Arbeitskräften aus dem Ausland ein. So gibt es verschiedene Initiativen, die die häufig im Schwarzarbeitsbereich angesiedelten ausländischen Pflegehilfskräfte unterstützen und beraten und dafür sorgen, dass diese Menschen offiziell angestellt und Beiträge in die Sozialversicherungen bezahlt werden. Dabei werden sowohl die Familien als auch die Pflegehilfskräfte beraten und begleitet

Caritas als Arbeitgeber

Die Caritas bezahlt alle Mitarbeitenden nach Tarif. Gerade im Bereich der Altenpflege liegt die Bezahlung der Caritas meistens über der Bezahlung der Mitbewerber. Dies macht es der Caritas im Wettbewerb oftmals schwer, gegen günstigere Anbieter zu bestehen, da die Pflegebedürftigen und deren Angehörige die Kosten der Pflege aus eigener Tasche mitfinanzieren müssen.

Da die Caritas gemeinnützig ist, sie also die Gewinne aus ihrer Arbeit nicht außerhalb des gemeinnützigen, sozialen Bereichs verwenden darf, profitieren von einem guten Geschäftsverlauf im Wesentlichen die Nutzerinnen und Nutzer der Angebote, da das Geld wieder in der Caritas investiert werden muss.

Um dem Lohndumping in der Pflege insgesamt entgegenzutreten, hat die Caritas die Einführung eines Mindestlohns in der Pflege mit unterstützt. Sie arbeitet seit dieser Zeit in der dafür zuständigen Kommission mit und setzt sich an dieser Stelle für eine bessere Bezahlung in der Pflegebranche insgesamt ein.

Wie hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland von 1991 bis 2016 verändert? (Angabe in Millionen)

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Die Entwicklungskurve zeigt: So wenige Arbeitslose wie im vergangenen Jahr, hat es in Deutschland noch nie gegeben. Allerdings hat es auch noch nie so viele Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, Minijobs, Zeit- und Leiharbeit gegeben. Infos zu den, in der offiziellen Statistik nicht erfassten Gruppen, findest Du hier.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Zeitarbeit, Mitarbeiterüberlassung, Personalleasing oder Temporärarbeit: Für Leiharbeit gibt es viele Begriffe. Doch wie hat sich die Zahl der Menschen entwickelt, die als Leiharbeiter ihr täglich Brot verdienen?

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Seit 1990 hat die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland um zirka 800 Prozent (!) zugenommen. Das Risiko für Menschen in Leiharbeit in Arbeitslosigkeit zu geraten, ist noch immer fünfmal höher als bei direkt Beschäftigten. Die meisten Leiharbeiter arbeiten in den Bereichen Post, Zustellung und Güterumschlag.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit

In den Chefetagen der 100 größten Unternehmen in Deutschland sitzen deutlich weniger Frauen als Männer. Doch wie hat sich der Anteil von Frauen in Führungspositionen in den vergangenen Jahren verändert?

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Immerhin hat sich die Zahl der Frauen in Vorständen wichtiger Wirtschaftsunternehmen in den vergangenen zehn Jahren fast verfünffacht. Trotzdem ist nicht einmal jeder zehnte Konzernboss in Deutschland eine Frau. Hier muss in Sachen Gleichberechtigung noch viel geschehen. Die Caritas setzt sich im Rahmen der Initiative Chefsache für mehr Frauen in Führungspositionen ein. Infos unter: www.initiative-chefsache.de
Quelle: DiW Berlin

MENSCHEN FÜR MENSCHLICHKEIT

Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft stehen hinter dieser Aktion. Lass auch Du Dich mit unserem Schild fotografieren. Das Aktionsschild kannst Du kostenlos hier bestellen. Die Fotos kannst Du dann unter www.caritas.de/fotos-aktionsschild hochladen.

Kalender

September 2017

MoDiMiDoFrSaSo
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  • Facebook-Live mit dem Brüssler Büro der Caritas
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  • „Mit Familien ist (k)ein Staat zu machen“ – Caritas diskutiert mit Politikern über Familienpolitik
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  • Farbe bekennen - Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017 mit der Kandidatin und den Kandidaten für den Kreis Kleve
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  • Zusammen sind wir Heimat auf dem Wochenmarkt Wolfach
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  • Facebook-Live mit Caritas-Präsident Dr. Peter Neher
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  • Podium: Sächsische Kandidaten zur Bundestagswahl streiten um die gerechte Gesellschaft
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  • Zusammen sind wir Heimat auf Wochenmarkt Haslach
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  • Sindelfingen: Lauf für Menschlichkeit
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  • Wählt Menschlichkeit & Bock auf Wahl in Ulm
  • Wählt Menschlichkeit in Tübingen
  • „Populisten, Identitäre, Skins – alles Nazis?“ (Vortrag)
  • Vortrag von Paul M. Zulehner über Ängste vor Zuwanderung
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  • ROCK gegen RECHTS in Biberach
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