SOZIALE GERECHTIGKEIT

Deutschland wird reicher. Das Bruttoinlandsprodukt – der Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes – wächst. Auch das sogenannte Volkseinkommen steigt. Beide Indikatoren steigen auch pro Kopf in Deutschland. Doch in den vergangenen Jahren wurde die Verteilung der Einkommen und Vermögen ungleicher. Das bedeutet, dass nicht alle gleichermaßen von der positiven Entwicklung profitieren konnten.

Eine weiter wachsende soziale Ungleichheit gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Solidarität in der Gesellschaft. Deswegen sieht die Caritas hier Handlungsbedarf. Sie schlägt höhere Steuern vor, besonders auf hohe Einkommen, bei der Abgeltungsteuer und bei der Erbschaftsteuer. Außerdem fordert die Caritas Verbesserungen bei der Grundsicherung, also auch bei Hartz IV. Des Weiteren setzt sich die Caritas für Chancengleichheit ein, beispielsweise durch bessere Bildungschancen.

 

Und was ist mit Altersarmut?

Die derzeitige Rentnergeneration hat kein überdurchschnittliches Armutsrisiko – sie ist also weniger betroffen als die Gesamtbevölkerung. Es wird allerdings erwartet, dass die Altersarmut steigen wird. Und: Viele alte Menschen sind verdeckt arm – sie nehmen ihren Anspruch auf Grundsicherungsleistungen oft nicht wahr. Im Durchschnitt sind Rentner/innen mit Migrationshintergrund öfter von Altersarmut betroffen. Das liegt vor allem daran, dass ihre Erwerbsbiographie durch die Migration Brüche hat und dass Ausländer/innen im Durchschnitt in schlechter bezahlten Jobs arbeiten als Deutsche.

Die Caritas fordert ein umfangreiches Maßnahmenpaket, um Altersarmut zu verhindern. Dazu gehören zum Beispiel bessere Informationen über die Grundsicherung oder die Forderung, Kindererziehungs- und Pflegezeiten besser bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu berücksichtigen.

Infos und Forderungen:

Verbesserungen bei Hartz IV
www.caritas.de/wm_grundsicherung (PDF)

Armuts- und Reichtumsbericht
www.caritas.de/wm_armutsbericht (PDF)

Die Entwicklung des Mietpreises pro Quadratmeter in Berlin …

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… zeigt wie stark die Mieten in den vergangenen Jahren angezogen haben. Seit 2006 haben sich die Mietpreise in Berlin fast verdoppelt. Bezahlbarer Wohnraum für Familien und Geringverdiener nimmt immer mehr ab. In einigen Stadtteilen liegen die Mieten sogar noch deutlich höher als der oben dargestellte Durchschnittswert.
Quelle: Empirica Institut

Ein Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen ist Statussymbol und Wohlstandsindikator zugleich. Seit der Finanzkrise 2007 hat sich die Zahl zugelassener Autos der Marke Porsche

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… deutlich erhöht. 2016 sind knapp doppelt so viele Neuwagen der Marke Porsche angemeldet worden wie noch 2009. Ein Indiz dafür, dass die Reichen immer reicher werden, oder einfach nur Ausdruck für eine florierende Wirtschaft in Deutschland?
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

MENSCHEN FÜR MENSCHLICHKEIT

Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft stehen hinter dieser Aktion. Lass auch Du Dich mit unserem Schild fotografieren. Das Aktionsschild kannst Du kostenlos hier bestellen. Die Fotos kannst Du dann unter www.caritas.de/fotos-aktionsschild hochladen.

Kalender

September 2017

MoDiMiDoFrSaSo
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  • Facebook-Live mit dem Brüssler Büro der Caritas
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  • „Mit Familien ist (k)ein Staat zu machen“ – Caritas diskutiert mit Politikern über Familienpolitik
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  • Farbe bekennen - Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017 mit der Kandidatin und den Kandidaten für den Kreis Kleve
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  • Zusammen sind wir Heimat auf dem Wochenmarkt Wolfach
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  • Facebook-Live mit Caritas-Präsident Dr. Peter Neher
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  • Podium: Sächsische Kandidaten zur Bundestagswahl streiten um die gerechte Gesellschaft
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  • Zusammen sind wir Heimat auf Wochenmarkt Haslach
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  • Sindelfingen: Lauf für Menschlichkeit
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  • Wählt Menschlichkeit & Bock auf Wahl in Ulm
  • Wählt Menschlichkeit in Tübingen
  • „Populisten, Identitäre, Skins – alles Nazis?“ (Vortrag)
  • Vortrag von Paul M. Zulehner über Ängste vor Zuwanderung
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  • ROCK gegen RECHTS in Biberach
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